Schweiz: Internet-Betrug mit Gratis-SMS, Gratis-Kligeltönen etc. - Wie schützen vor Internetfallen?


iNFO: Quelle: Polizeibericht.ch


Internetfallen

Im Internet locken viele nur scheinbar kostenlose Angebote. Ein Mausklick, und die falschen Gratisangebote entpuppen sich als teure Falle. Lesen Sie deshalb immer das Kleingedruckte! Wenn das Unglück bereits geschehen ist, wehren Sie sich! Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO und das Büro für Konsumentenfragen BFK geben in der Broschüre «Vorsicht vor Internetfallen» praktische Tipps.
Nebst seriösen Angeboten locken im Internet viele angebliche Gratisangebote, die sich als teure Internet-Falle entpuppen können. Ganz besondere Vorsicht ist bei den folgenden Themen geboten:
 
Gewinnspiele, Klingeltöne, Logos und Spiele für Mobiltelefone, Tests jeglicher Art, SMS-Gratisversand, Flörten ("flirten") und Tschätten ("chatten"), Lebensprognose, Lebenserwartung, Gedichte, Alkohol-Probleme, Gratisprogramme, Liedtexte, Hausaufgabenhilfe, Bastelhilfe, Sternzeichen, Filmstar, Witze, Kunst.
 
Im Gegensatz zu den seriösen Gratisangeboten muß sich der Nutzer bei Internet-Betrug bzw. Internet-Fallen immer mit Name, Adresse und E-Post oder bei SMS-Abonnementsfallen auch mit seiner persönlichen Mobilnummer anmelden. Im Kleingedruckten oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstecken sich die Vertragsklauseln. Deshalb: Lesen Sie immer zuerst das Kleingedruckte!
 
Mit einem Mausklick oder mit der Eingabe einer Mobilnummer wird ahnungslos ein langfristiger und teurer Abonnementsvertrag abgeschlossen. Die Rechnung folgt postwendend. Die Internetschwindler üben enormen Druck aus, um das Geld des Internetbetrugs einzutreiben: mit endlosen E-Briefen, via Inkassobüros oder Rechtsanwälten.
 
Wer in die Falle getappt ist, soll sich wehren und zwar wie folgt:
 
1. Bezahlen Sie die Rechnung nicht
2. Schreiben Sie dem Anbieter sofort nach Entdeckung des Irrtums einen eingeschriebenen Brief. Fechten Sie darin den Vertrag wegen Irrtums und absichtlicher Täuschung an, mit der Begründung, daß Sie durch die Webseite getäuscht worden sind. Ein solcher Brief genügt und führt zur Unverbindlichkeit des Vertrages. 
 
Gratisbestellungen der Broschüre «Vorsicht vor Internetfallen» und Fragen zum Thema bitte an fair-business@Seco.Admin.ch


    ausdrucken    per Email versenden    bearbeiten 04.08.2010
Besucher: 3399